Liebe Kollegin, lieber Kollege,
in der fünften Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft konnte heute eine Einigung zwischen den Sozialpartnern erzielt werden.Die Gehälter und Löhne steigen ab April 2026 um 2,6% und ab Jänner 2027 um mindestens 2,3 abhängig von der Inflationsrate. Gleichzeitig wurde ein umfangreiches Rahmenrechtspaket vereinbart.
Der Abschluss im Detail:
2026
| • Die kollektivverträglichen Gehälter und Löhne steigen um 2,6%, • die IST-Gehälter und -Löhne um 2,4%. • Zuschläge, Zulagen und Lehrlingsentgelte steigen ebenfalls um 2,6%. • Rahmenrechtlich wird ein Recht auf Aufstocken bei kontinuierlicher Mehrarbeit vereinbart. • Für Eltern von Kindern mit Behinderung gibt es eine ausgebaute Pflegefreistellung. • Zivildienst und Präsenzdienst werden als Vordienstzeiten anerkannt und die Altersteilzeit wird den neuen gesetzlichen Regelungen angepasst. |
2027
| • Die kollektivvertraglichen Gehälter und Löhne steigen abhängig von der Inflation um mindestens 2,3%. • Steigt die Inflation auf mehr als 2,3%, so wird die Differenz zur Hälfte abgegolten. Die maximale Steigerung der Gehälter und Löhne beträgt 2,5%. Die gleiche Regelung wird auf Zuschläge, Zulagen und Lehrlingsentgelte angewandt. • Die IST-Gehälter und -Löhne steigen in jedem Fall um 2,3%. • Für geteilte Dienste muss es künftig eine Betriebsvereinbarung geben, wenn ein Betriebsrat vorhanden ist • Mehrarbeit wird besser entlohnt • Der Zusatzkollektivvertrag für die Weiterführung des Pflegezuschusses wird abgeschlossen. |
Zusätzlich wurde eine bessere Einstufung eines Teils der Behindertenfachkräfte sowie der Kindergartenhelfer*innen vereinbart.
Insgesamt bietet der Abschluss in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte wichtige Fortschritte im Rahmenrecht, auf der Einkommensseite ist er jedoch ein harter Kompromiss. Im kommenden Jahr sichert der Abschluss die Kaufkraft, während die Verbesserungen besonders für Teilzeitbeschäftigte und bestimmte Berufsgruppen bereits heuer wirken.
Ohne die starke Mobilisierung in zwei Streikrunden wäre kein Abschluss möglich gewesen – wir danken dir vielmals für deine Unterstützung!

